Beobachtung April 2004                  ZURÜCK

Standort - Bad Pirawarth - am 21. April  cirka 20:00 Uhr bauen wir den Dobson auf.
Als erstes erkennen wir die Venus, durchs Okular sieht man perfekt ihre Phasengestalt.
Auch die Mondsichel ist da - wir haben 2 Tage nach Neumond - der Mond steht drei Handbreit
unter der Venus und zeigt die selbe Phase. Beide werden von der gleichen Seite angestrahlt.
Fast mystisch zu sehen, die dunklen Teile des Mondes , leicht grau erleuchtet vom reflektierten
Licht der Erde. Schaut ganz toll aus im 32mm Okular.
Nächstes Objekt war der Gasplanet Jupiter.
Sichtbar als einer der ersten in der Dämmerung bietet er uns einen tollen Anblick.
Die vier Monde aufgereiht, Io, Europa, Ganymed und Kallisto sind einige Zeit wert.
Nur einer der vier tanzt leicht aus der Reihe, die anderen sind wie in einer Linie aufgereiht.
Jetzt fällt auf, dass der Orion schon sehr tief im Westen steht, sofort probier ich mit dem UHC-Filter
M42 den großen Orionnebel zu finden. Leider steht er schon zu tief am Horizont, den prachtvollen
Anblick der vergangenen Wintermonate bietet er jetzt nicht mehr.
Dafür steht der Saturn recht hoch in den Zwillingen, wir versuchen die verfügbare Maximal-
vergrösserung mit dem 5mm LV Okular (250fach). So gut hab ich die Cassinische Teilung noch
nie gesehen ! Eine messerscharfe Trennung in den Ringen, zwar nur kurze Zeit, die Luft wabbert
doch beträchtlich, aber beeindruckend.
Weiter geht´s zum Fuhrmann-Auriga. Drei offene Sternhaufen M36, M37, M38.
M44 im Krebs der "beehive star cluster" und M3 Kugelsternhaufen.
Wir üben das indirekte Sehen und besuchen noch M51 die Whirlpoolgalaxie.
Die Dämmerung in der freien Natur, die Planeten, die Sternbilder und der Mond sind ein wahres
Erlebnis. Und dann noch die ständige Drehung des Firmaments zu erkennen, ergibt einen
tollen Abend mit den Sternen.

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