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5. März 2009   .........              meine neue gekühlte CCD Kamera     ..........        die QHY 8....  http://www.qhyccd.com/index.html
 im Bild von links nach rechts ... kaputter original Adapter-einige neue T2 Ringe -Televuekorrektor -Baaderkorrektor -die falschen Adapter -EOS Adapter- die Astronomik T2Filter-und last not least die QHY8 mit Siliciasackerln wo sie Dank der vielen Wolken seit Jahresbeginn liegt....
Das größte Ärgernis meiner Sommerbilder mit der EOS 300Da war das Rauschen. Eindeutig sichtbar an den immer finsterer werdenden Bildserien. Ich hab jetzt aber eine neue Kamera mit ähnlichen Eckdaten, nur halt zweistufig gekühlt, ergattert. Die QHY8! Diese CCD-Kamera an einem mächtigen Bleigel-Akku gehängt, kühlt so stark ,das dabei das Gehäuse richtig heiss wird. Somit erspare ich mir in Zukunft die lästigen darks und kann im Sommer und überhaupt auf tiefere Aufnahmen hoffen.
Leider ist mir nach dem first light einiges schief gegangen, ich hab damit aber eine Menge gelernt. Was ist passiert? Um die QHY8 an meinem Newton einzusetzen brauch ich einen Komakorrektor und dieser muss exakt 55mm über der CCD Ebene gesetzt werden. Ich hab mir zu diesem Zweck verschiedene Adapter drehen lassen, diese hatten zwar offensichtlich M42 aber leider die falsche Steigung. Somit ist mir der erste gleich beim reinschrauben so festgefressen, das ich ihn absolut nicht mehr aus dem Originalfilter rausgebracht habe. Letztendlich hab ich diesen Adapter mit der Rohrzange rausdrehen müssen. Dabei bin ich abgerutscht und hab den originalen Klarglasfilter zerstört. (dieser ist aber auch aus einem hauchdünnen chinesischen Sparglas gemacht) Egal, von Astronomik gibt es T2 Filter (steht zwar nirgens ) in Klarglas und in UV. Die hab ich mir dann geordert und die haben mächtig Glasdicke, sind also viel besser. Nun, in meiner Not habe ich zu Weihnachten dann mit dem IDAS-LPS Filter als "Gehäuseverschluss" gearbeitet, was nicht so schlecht wäre, nur macht das grässliche Halos um die großen Sterne. Also merke - der IDAS gehört vorne an den Adapter. Da die Kamera dann einmal offen war ist natürlich "Frischluft" ins Gehäuse gekommen was sich prompt als Eiskristalle beim nächsten Einsatz zeigte. Die Nächte um Weihnachten waren aber so feucht, das selbst der Kühlventilator Eis angesetzt hatte und klapperte. So hab ich den Abtaufön das erste mal hinten und nicht wie üblich vorne am Refraktor eingesetzt. ;-)
Im Endeffekt habe ich gelernt, das die QHY8 keine Gasfüllung besitzt, das sie tagsüber in ein Behältnis mit silicia gel Trocknungsmittel gehört und das man den CCD Chip auch mal mit Alkohol reinigen kann und dann das beschlagen mit Eiskristallen verschwindet. Das silicia gel habe ich in den vielen Schuhschachteln meiner Frau gefunden und den Alkohol in Baaders Opticalwonderflüssigkeit. Die neuen Adapterringe stammen jetzt von Michi Paur, sind  in verschiedenen Stärken, so das sie sowohl den Baader Komakorr als auch den Televue Korrektor richtig anpassen.
Betrieben wird die CCD mit der Maxim DL Software, weil dort auch die guiding Kamera fein arbeitet oder sagen wir weil ich das schon gewohnt bin.
Ich bin trotz diesen Mühen aber recht froh diese Kamera zu besitzen.

 

Test verschiedener Abstände zwischen Paracorr und QHY8 -Astronomik T2 Klarglasfilter, 10mm, 20mm,7,5mm und 5mm T2 Verlängerungen haben sich als perfekt gezeigt- Summe 50,4mm
Das Ergebnis der letzten Tests: Keine Koma und keine Vignettierung mehr ! Hier der Rotkanal einer 250min Aufnahmne von NGC 6888