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16 Zoll in Schrick   

Samstag 28.Juni 2008

Fast zwei Monate ohne Beobachtung - die Sommersonnenwende gerade vorbei, so zieht es uns alle, ausgestattet mit neuen Teleskopen nach Schrick! Dieter Beer, Martin Springinklee, die Petzis und ich. Treffpunkt 22:00Uhr, es ist noch immer voll hell. Den 16 Zoll bau ich rasch auf, leider hab ich die Barlow vergessen, daher nur mit dem Laser einfach eingestellt. Die ersten Sterne tief im Westen sind Mars, Regulus und Saturn - wabbern natürlich fürchterlich im Teleskop. Nächstes Ziel M4 Kugelsternhaufen im Skorpion, dieser steht traumhaft im Süden. Aber um 23 Uhr ist es noch immer viel zu hell. Epsilon Lyrare lässt sich im XW 7 nur schlecht trennen, was ist los? Der Ringnebel M57 in der Leier ist auch noch zu früh, astronomische Dämmerung ist eben heute erst um 0:14 Uhr und nur bis 1:34 Uhr,....nicht sehr lange. Aber schön langsam wird es was, M13 im neuen Nagler 22 fein aufgelöst, im XW7 marschiert er mächtig schnell aus dem Gesichtsfeld, 261 fache Vergrößerung, bringt aber was! Also M4 sieht etwas zerrissen aus, mit einer balkenartigen Struktur in der Mitte. Daneben M80 am oberen Skorpionfinger, ist aber echt winzig dagegen. Nun zu M5, ein echter Hit dieser Kugelsternhaufen in der Schlange, im XW14 bei 130fach ein herrlich dunkler Hintergrund. Ich schwenke zum Cirrusnebel, den UHC Filter auf´s XW14 und, fantastisch, NGC 6960 scharf begrenzt, fast plastisch! Der zweite Teil NGC 6992/5, als Halbbogen erkennbar. Auch der Cresentnebel, NGC 6888 ist gut mit dem UHC zu finden. Schade aber es ist zu hell in dieser Sommernacht, am kleinen Wagen sind zwar alle Ecken zu erkennen aber der Himmel ist trotzdem irgendwie aufgehellt. Weiter zu M57, dann M27, ja die Hantel finde ich lange nicht, bis ich draufkomme das der Sucher verstellt ist. Die Struktur ist aber dann eher matschig als hantelförmig, mit dem OIII Filter ist es dann gleich viel besser. Leider ziehen immer wieder mächtig Wolken durch, die Astrofotografen von uns haben schon wieder abgebaut. So stell ich auf Jupiter, wahnsinnig hell der Gasplanet mit seinen vier großen Monden und den Wolkenbändern. Beeindruckend ist Jupiter jedoch in Günthers neuem TMB 115 mit dem Nagler Zoom, extra scharf! Weiter zu den Kugelsternhaufen M2 und M15, der Pegasus steht schon sehr hoch. Der Saturnnebel im Wassermann NGC 7009 wird entdeckt! M28 der kleine Kugelsternhaufen an der "Schützenkaffekannenspitze" und der größere M22 neben der Spitze, dieser hell und groß! M8 der Lagunennebel mit dem angrenzenden offenen Sternhaufen und M11 der Wildganshaufen extrem brillant! Zum Abschluß Andromeda ! groß aber leider etwas verwaschen. Wir alle hoffen auf die dunkleren Augustnächte.

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